Eine Pädagogik der Beziehung

Man braucht keineswegs Bühnenkünstler oder Redner zu sein, um Lust zu haben, sein Hören und seine Stimme zu entwickeln. Oft verspürt man im Alltag, mit seinen Angehörigen oder Arbeitskollegen das Bedürfnis, die Qualität der Beziehung zu verbessern.

Jeder Mensch hört auf seine eigene Weise, und das macht den Austausch unter den Menschen so vielfältig und gleichzeitig komplex.

In jeder Altersstufe kann man entdecken, wie wohl man sich fühlt, wenn man sich selbst nahe ist, wenn man seine Stimme im Instrument seines Körpers vibrieren lässt, wenn man sich getreu als derjenige auszudrücken wagt, der man ist. Allmählich entdeckt man, dass das Sich-selbst-Hören die wichtigste Voraussetzung dafür ist, um den Anderen hören zu können. Aber diese Tatsache ist nicht immer leicht zu akzeptieren oder zu integrieren, vor allem, wenn uns beigebracht wurde, dass der Andere wichtiger ist als ich selbst es bin! Die Religion sagt uns, dass wir unseren Nächsten wie uns selbst lieben sollen. Bedeutet dies nicht eher, dass wir uns lieben sollen, um den Anderen zu lieben, anstatt uns zu vergessen, um uns besser um den Anderen kümmern zu können?

Dieser Ansatz wird in Gruppenkursen oder in Einzelstunden gearbeitet. Er bietet auch den Menschen eine wirksame Hilfe, die Sprachschwierigkeiten haben oder an Tinnitus leiden.