Die Pädagogik des Hörens zielt im weitesten Sinne darauf hin, eine Qualität der PRÄSENZ zu entwickeln, die für die Beziehung des Einzelnen zu sich selbst und zu anderen wesentlich ist.

Sie gründet sich auf die Naturgesetze der stimmlichen Resonanz und fördert einen authentischeren Ausdruck der eigenen Person, indem sie den Körper – und damit auch die Stimme – von Spannungen befreit, die durch angestaute Gefühle entstanden sind.

Gehört werden, sich selbst hören und andere hören, das sind die Grundelemente, an denen in diesem Ansatz gearbeitet wird. Er bringt den Menschen dazu, sich die psycho-affektive Dimension bewusst zu machen, in der sich sein Hören herausgebildet hat. Die Pädagogik des Hörens ermöglicht es dem Individuum, wieder Verbindung zu den Schwierigkeiten seiner persönlichen Lebensgeschichte herzustellen, und allmählich eine Qualität des Hörens und der Präsenz zu erlangen, die ihm mehr Klarheit und persönliche Freiheit in seinen Beziehungen schenkt.

Diese Pädagogik bietet allen Musikern und Bühnenkünstlern, Lehrkräften, Personen in therapeutischen Berufen sowie einem jeden, der sich für die Welt des Hörens, der Stimme und der Kommunikation interessiert, eine wichtige Vervollständigung der Ausbildung.